Content Note:

Assistenzhund bei psychischen Erkrankungen /  Tierklinik; Mietangelegenheit; Attacke auf Yoshi


Attacke auf Yoshi

Sonntagmittag waren wir spazieren, als plötzlich 2 Hunde auf Yoshi zustürmten. Ein Kleinerer und ein Größerer (Rottweiler-Größe und Statur). Beide bellten und knurrten Yoshi an. Er hatte sichtlich Angst und wir wurden in die Brennnessel gedrängt. Auf Herrchen und Frauchen hörten die Hunde nicht. Die kamen dann panisch an und versuchten sie am Halsband wegzuzerren. Dies gelang mit einiger Mühe.
Ich war so sauer. Und schockiert. Habe am ganzen Körper gezittert. Panik. Dissoziation im Anmarsch. Ich wies die Beiden auf die Leinenpflicht hin. Brut- und Setzzeit. Wäre ja „scheiss egal“, war die Antwort. Und was das denn nun damit zu tun hätte?

Mal ganz davon abgesehen, dass man Hunde, die nicht hören, anleinen sollte. Ich war echt sauer. Um mich und Yoshi zu schützen verließ ich die Situation. Wir gingen noch eine ruhige Runde, um runter zu kommen, aber der Schreck saß uns echt in den Knochen.

 

Tierklinik

Sonntag Abend fing Yoshi auf einmal an, sich zu übergeben. Erst dachte ich mir nicht viele dabei. Hat er wohl mal wieder zu viel Gras gefuttert, das alte Schaf… Irgendwann übergab er sich im 30-60 Minuten Takt. Die ganze Nacht durch.
Morgens also den Hund eingepackt und zum Doc. Dort bekam er Schmerzmittel, Antibiotika und hing 3 Stunden an der Infusion (NaCl).
Dann ging es nach Hause mit der Anweisung, nachmittags wieder zu kommen, sollte es nicht besser werden. Wurde es nicht. Yoshi übergab sich weiter.
Also nachmittags wieder zum Doc, erneut Infusion und ein Mittel gegen Übelkeit. Danach ging es heim. Am nächsten Morgen sollte er wieder zur Infusion. Ausser, es wird schlimmer. Dann in die Klinik.

Als gegen 21-22 Uhr wässriger Durchfall hinzukam (in der Wohnung – Dissoziation und Panikattacke ahoi!), schrieb ich meine Mutter an und bat sie, vorbei zu kommen, um Yoshi und mich in die Tierklinik zu fahren. Gesagt, getan. Mutter kam, entfernte den Durchfall aus der Wohnung und wir fuhren in die Klinik. Dort angekommen dachten wir schon, wir müssten ewig warten – es war richtig viel los.

Nach der Anmeldung ging es aber dann doch recht schnell – man wird nach Dringlichkeit dran genommen und so apathisch wie Yoshi zu dem Zeitpunkt war, waren wir wohl dringlicher als andere.
Der Doc nahm sich Zeit für Yoshi und für uns. Er strahlte Ruhe aus und erklärte uns das Vorgehen genau. Yoshi wurde stationär aufgenommen und wir konnten nach Hause fahren. Die Ärzte in der Klinik haben sein Blut untersucht, Röntgenaufnahmen gemacht und ihn an eine Dauerinfusion gehängt.
Am nächsten Tag (Dienstag) erhielt ich einen Anruf aus der Klinik. Yoshi ginge es den Umständen entsprechend ganz gut. Er wurde zusätzlich an eine Eiweiss-Infusion gehängt, da sein Albumin-Wert sehr niedrig war. Per Ultraschall wurde ein Fremdkörper ausgeschlossen, und man sah, dass der Darm sehr aktiv war und viel Durchfall enthielt. Ausserdem wurde festgestellt, dass seine Nebenniere etwas kleiner ist als der Standard, was nichts bedeuten muss, aber auf eine Unterfunktion hinweisen kann.
Dies sollte in weiteren Bluttests zusammen mit den Auslandskrankeiten abgeklärt werden.
Gefressen hatte er eine wenig, aber nicht sehr viel.

Später am Nachmittag dann ein erneuter Anruf. Oh Schreck! Die Tierärztin sagte aber gleich „Keine Sorge, Yoshi geht es soweit gut“. Puh. Es ging darum, dass sein Albumin-Wert trotz Infusion weiter gesunken war und sie ihm appetitsteigernde Medikamente gegeben haben. Sollte er trotzdem nicht fressen, würden sie ihm eine Nasenschlundsonde verpassen und ihn darüber ernähren. Okay. Gut. Machen Sie das so.

Im Anruf am Mittwoch wurde mir dann mitgeteilt, dass Herr Yoshi seine Nasenschlundsonde durchgebissen und teilweise verschluckt hat und die Reste vom Nachtdienst entfernt wurden. Dieser Hund. Er ist und bleibt ein kleines Krokodil.
Zudem fresse er nun besser, habe aber weiterhin wässrigen und blutigen Durchfall – also, noch eine Nacht stationär.

Am Donnerstag durfte Yoshi endlich nach Hause. Er war soweit stabil, das Erbrechen war weg und der Durchfall nicht mehr wässrig/blutig. Mit einer ganzen Apotheke voller Medikamente ging es also nach Hause. Endlich. Er hat mir doch gefehlt, der weisse Wolf.

Jetzt ist er seit ein paar tagen daheim, er übergibt sich nicht mehr und sein Haufi ist auch etwas besser – noch nicht ganz okay, aber es sind schon wieder Würstchen zu erkennen. Schlapp ist er noch, also lassen wir es langsam angehen. Kleine, kurze Runden und viel Ausruhen. Bis er wieder 100% fit ist, bleibt er auch ausser Dienst. Krankgeschrieben. Er soll sich erholen.

Rechnung für den „Spass“? Ca. 1700 Euro. Plus die Behandlung beim Haustierarzt. Plus die Rechnung vom Labor für die Kotuntersuchung.

 

 

Mietangelegenheit

Es gibt Neues in Sachen Mietangelegenheit. Ich erhielt eine E-Mail der Anwältin mit einem Schreiben des Anwalts des Vermieters und der Bitte um Rückruf. Da ich mich zur Zeit gesundheitlich nicht in der Lage sehe, zu telefonieren, schrieb‘ ich meine Antwort/Stellungnahme per E-Mail.

In Kurzfassung werfen sie mir nun vor, ich würde zusätzlich zu Hundehaaren auch „Reiterhofdreck“ machen. Ist eine glatte Lüge, da meine Schuhe, die ich bei den Pferden anziehe, gar nicht mit dem Treppenhaus in Berührung kommen – die wechsle ich nämlich am Stall oder im Auto.
Und sie beharren weiterhin daran, dass ich gegen den Vertag verstosse und wollen nicht einsehen, dass Yoshi als Assistenzhund Barrierefreiheit hat. Erneute Abmahnung und Androhung der Kündigung.

Es geht also in eine weitere Runde und ich war in meiner Stellungnahme sehr direkt. Habe angesprochen, dass die Dame sich Schwarzgeld mit dem Putzen verdient, allerdings keine Lust auf den Job hat und es entsprechend lieblos macht. Ich wies zudem auf die Spinnweben und Pollen im Treppenhaus hin, die sie nicht wegmacht und die Teppiche, die sie nicht mal saugt.

Prinzipiell ist es mir ja echt Wurscht, ich will keinen Zoff, aber irgendwann reicht es auch mir. Es gibt durchaus einige Dinge, über die ich mich hier beschweren könnte. Ich habe es nur nie getan, da ich eben keinen Zoff und einfach nur in Ruhe leben möchte. Also habe ich Dinge hingenommen. Aber irgendwann ist Schluss. Dann packe ich eben auch mal Sachen auf den Tisch, wenn sie es nicht anders wollen. Mich nervt diese Diskriminierung einfach nur noch. Und zwar gewaltig. Es kostet einfach auch so viel Energie, die mir dann im Alltag fehlt…

 

 


Logo_Sam_Hund_02Willst du mich unterstützen?

Spenden per PayPal: Assistenzhund für Sam
Unterstützung auf Facebook: Assistenzhund Yoshi


Falls ihr oder jemand, den ihr kennt, an einer Berichterstattung über meinen Weg zum Assistenzhund interessiert seid, würde ich mich über eine E-Mail an folgende Adresse freuen:
Assistenzhund.fuer.sam@gmail.com


Wer wissen möchte, wie ein Assistenzhund einem Menschen mit psychischen Erkrankungen helfen kann, findet eine kurze Zusammenfassung und weiterführende Links in meinem Blogpost Assistenzhund bei psychischen Erkrankungen


Logo_Sam_Hund_02 Logo erstellt von Chantal Reitz