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Assistenzhund bei psychischen Erkrankungen: Ergebnis Gentest, Attest/Empfehlungsschreiben, Einzug und die ersten Tage mit Hund


04.02.2018
Mein geplanter zweiter Besuch bei Taron ist leider ausgefallen – der Grund: Mein Herzenspferd Remy ist Sonntagmorgen über die Regenbogenbrücke galoppiert. 😦

06.02.2018
Bei meinem Termin mit der Psychiaterin bekomme ich von ihr ein ärztliches Attest ausgestellt für den Assistenzhund. Juhu! (Zudem bekomme ich neue Tabletten zum Schlafen, die ich ausprobieren soll. Ich hoffe, die wirken und ich kann mal wieder gut durchpennen).
Am Nachmittag gehe ich mit meiner Mom einkaufen und wir besorgen 2 Spielzeuge für Taron. Mal schauen, was er so mag!

07.02.2018
Endlich ist das Gentest-Ergebnis da: Taron hat keinen Gendefekt und darf bei mir einziehen. Ich bespreche mit U. und Frau K. die Details per E-Mail und wir planen den Einzug für Freitag.

In der Therapie bespreche ich das Empfehlungsschreiben mit Frau S. – sie verspricht es mir unterschrieben einzuscannen und per E-Mail zu senden. Bald kann der Antrag bei der Krankenkasse endlich raus gehen 🙂

08.02.2018
Ich raffe mich auf und fahre Futter für das Pfotentier besorgen. Ausserdem kaufe ich Kaustangen und Beutel, um seine Hinterlassenschaften zu beseitigen. Es wird Ernst 🙂

09.02.2018
Heute ist es soweit: Mein Assistenzhund zieht ein. Vormittags telefoniere ich nochmals mit U. (trotz Telefonphobie… Expo deluxe…), den Rest der Zeit verbringe ich damit, andere wichtige Dinge zu erledigen. Ich bin wirklich aufgeregt und die Ablenkung tut mir gut.

Gebracht wird Yoshi von Frau K., die ausserdem seine Ausrüstung mitbringt. Hinzu kommt zudem Frau H. um das kommende Training zu besprechen. Wieder Expo – die beiden sind die ersten „fremden“ Besucher in meiner Wohnung. Die Anspannung ist gross, aber ich halte es aus.
Frau H. wird mit Yoshi und mir die Grunderziehung machen, Frau K. die speziellen Dinge für den Assistenzbereich.

Als Frau K. mit Yoshi ankommt, machen wir erst einmal einen kleinen Spaziergang zum Stall und stellen ihm mein Pony vor. Alles sehr aufregend. Yoshi ist auf dem Rückweg vom Stall und dann in der Wohnung ziemlich aufgedreht – war aber ja auch echt viel Input heute.

Nachdem die beiden Trainerinnen weg sind, entspanne ich etwas auf der Couch. Langsam kommt auch Yoshi etwas runter.

Später gehe ich noch ein kleines Stück mit ihm und dann geht’s in die Heia. War ein echt anstrengender Tag für uns beide.

10.02.2018
Wir haben unsere erste gemeinsame Nacht gut überstanden. Gegen Mitternacht musste Yoshi Pipi und gegen 3 Uhr nochmal, ansonsten hat er gut durchgeschlafen. Es ist aber schon merkwürdig, wenn da nachts ein Wesen durch die Wohnung tapst. Da muss ich mich erstmal dran gewöhnen 😉

Morgens geht es in den Stall – Yoshi findet Murphy immer noch etwas gruselig und hält Sicherheitsabstand. Murphy hingegen würde sich dieses „komische, kleine Pony“ gern etwas näher anschauen.
Nachdem Murphy versorgt und duschgeknuddelt ist, gehe ich mit Yoshi knapp 2 Stunden spazieren. Es klappt gut, wir haben bis auf das Stück am Anfang und am Ende der Strecke die Schleppleine dran, so dass er sich gut bewegen kann. Kurz vor Ende der Runde hat er wieder einen „Anfall“ und versucht, mich anzuspringen und an meinen Klamotten zu ziehen. Ich bleibe freundlich, aber schiebe ihn konsequent weg. Hoffentlich gibt sich das nach ein paar Trainingseinheiten bzw. hoffentlich lerne ich im Training, damit umzugehen – aber bestimmt.

Beim Spazieren gehen üben wir schon die ersten Kommandos, wie Pipi, Potty und Home.

Am Montagnachmittag haben wir gleich unsere erste Grundlagen-Einheit. Ich bin schon sehr gespannt.

Yoshi Ankunft und Versorgung sind eine echt gute Ablenkung für mich und bewahren mich davor, nach Remy’s Tod in einem Depressionsloch zu versinken. Klar bin ich traurig und  muss abends bzw. morgens nach dem Aufwachen oder wenn ich sonst irgendwie zur Ruhe komme ganz viel an ihn denken, aber Yoshi und Murphy geben mir eine Aufgabe und etwas zu tun – das hilft ungemein.

 

 


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Wer wissen möchte, wie ein Assistenzhund einem Menschen mit psychischen Erkrankungen helfen kann, findet eine kurze Zusammenfassung und weiterführende Links in meinem Blogpost Assistenzhund bei psychischen Erkrankungen


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