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Assistenzhund bei psychischen Erkrankungen, erstes Kennenlernen mit der Hundetrainerin, soziale Phobie & Exposition


Es ist Donnerstag, der 11. Januar 2018. Meine Nacht war unruhig und kurz. Gegen 3 Uhr konnte ich vor Aufregung nicht mehr schlafen.

Ich fahre in den Stall, kümmere mich um meine Pferdis. Danach schnell frühstücken und auf geht’s zum Bahnhof. Ich fahre nämlich nach Köln. Dort treffe ich mich mit der Hundetrainerin für ein gegenseitiges Kennenlernen und zur Klärung verschiedener Fragen zum Thema Assistenzhund bei psychischen Erkrankungen – genauer gesagt: Ich finde heraus, ob ich einen Assistenzhund bekommen kann.
Bis Mainz verläuft meine Bahnfahrt reibungslos, dann hat der IC 17 Minuten Verspätung. Mist. Ich versuche ruhig zu bleiben, habe ja etwas Luft zwischen Anruft und vereinbartem Zeitpunkt.
Ich bin nervös, kann mich aber gut mit einem Buch ablenken. Ab Bonn allerdings steigt die Anspannung. Ich packe mein Buch weg, merke wie ich leicht panisch werde, versuche mich mit Atemübungen und Nachrichten von Freunden abzulenken. Klappt einigermaßen.
Mein IC fährt nur Köln Messe/Deutz an, nicht den Hauptbahnhof. Bauarbeiten. Also dort nochmals umsteigen und eine Haltestelle mit der S-Bahn an den Hauptbahnhof tuckern. Ohgottohgottohgott. Rauslaufen. Tunnelblick. Vereinbarten Treffpunkt (ein Café am Dom) suchen. Gefunden. Puh. Hin und Her watscheln vor Aufregung. Hoffentlich erkenne ich sie. Oh Gott.
Da ist sie. Ich erkenne sie sofort an der High-Vis Assistenzhunde Jacke. Ich gehe hin, wir begrüßen uns und sie ist mir sofort genauso sympathisch, wie sie es per E-Mail war.

Wir suchen uns einen Platz, bestellen uns etwas zu trinken und klären Fragen, unterhalten uns, beseitigen alle Unklarheiten.

Wie vermutet wird die Finanzierung die größte Hürde darstellen. Zu rechnen ist mit Gesamtkosten von ca. 15000 Euro. Ich werde einen Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse stellen, doch dieser wird leider in den meisten Fällen abgelehnt. Alternativ kann und werde ich versuchen, Spenden zu sammeln und auch z.B. Zeitungen, Blogger, etc. kontaktieren, um zu fragen, ob sie mit einem Bericht auf mein Anliegen aufmerksam machen.

Zur Zeit arbeite ich also mit Hochdruck daran, dies alles in die Wege zu leiten. Es wird nicht leicht werden und mich sicherlich auch so manches Mal an meine Grenzen bringen, aber die Aussicht auf einen Assistenzhund ist es mir wert. Ich möchte und werde für meine Gesundheit kämpfen.

Falls ihr oder jemand, den ihr kennt, an einer Berichterstattung über meinen Weg zum Assistenzhund interessiert seid, würde ich mich über eine E-Mail an folgende Adresse freuen:
Assistenzhund.fuer.sam@gmail.com

 


Wer wissen möchte, wie ein Assistenzhund einem Menschen mit psychischen Erkrankungen helfen kann, findet eine kurze Zusammenfassung und weiterführende Links in meinem Blogpost Assistenzhund bei psychischen Erkrankungen