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Assistenzhund als Hilfe im Alltag für Menschen mit psychischen Erkrankungen: Informationen


Dass Tiere eine große Hilfe sein können, ist nichts Neues. Schon lange helfen Hunde Menschen mit Behinderungen bei der Bewältigung des Alltags. Auch bei psychischen Erkrankungen kann ein Hund eine große Hilfe und Entlastung sein.

Je nach Symptomatik des Betroffenen kann der Hund beispielsweise folgende Aufgaben übernehmen:

  • Apportieren (Telefon, Wasserflasche, Medikamente, etc.)
  • Licht an- und ausschalten, z.B. nach Albträumen
  • Unterbrechen von Panikattacken, Dissoziationen, Selbstschädigung, Flashbacks, etc.
  • Trösten nach Dissoziationen, Panikattacken, Selbstschädigung, Flashbacks, etc.
  • Distanz schaffen und nach vorne/hinten absichern
  • aus Albträumen wecken
  • nach Hause/zum Ausgang (in Geschäften) führen
  • an einen ruhigen/sicheren Ort oder zu einer Sitzgelegenheit führen
  • an den Rand einer Menschenmenge führen
  • auf Kommando bellen (zur Abschreckung)
  • an Medikamente erinnern
  • Räume nach Menschen absuchen und gegebenenfalls anzeigen
  • aus unangenehmen Gesprächen/Situationen herausziehen

 

Doch welche Voraussetzungen braucht man, um einen Assistenzhund zu bekommen?

  • eine (oder mehrere) diagnostizierte psychische Erkrankungen
  • Man sollte sich der Verantwortung und der Arbeit, die ein Tier mit sich bringt bewusst sein
  • Man sollte Hunde mögen
  • Man sollte Unterstützung haben, falls man sich einmal nicht um das Tier kümmern kann (bei Krankheit, etc.) – wobei es hier auch Notfall-Möglichkeiten gibt, z.B. über das Deutsche Assistenzhunde-Zentrum
  • Man sollte in Behandlung und somit stabil genug sein, um die Ausbildung des Hundes zu meistern

 

Im Internet kann man sich informieren, welcher (Assistenzhunde-)Trainer in der Nähe ist und mit diesem Kontakt aufnehmen und Einzelheiten klären, denn jeder Fall ist natürlich verschieden.

Der behandelnde Arzt/Therapeut sollte ein Empfehlungsschreiben ausstellen und natürlich begründen, weshalb ein Assistenzhund für den Patienten wichtig und sinnvoll ist.
Nun braucht man ein Angebot des Trainers, welchem meist ein persönliches Kennenlernen vorausgeht. Gegenseitige Sympathie ist eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Hat man ein Angebot, kann man einen Antrag auf Kostenübernahme stellen, z.B. bei der Krankenkasse, dem Rententräger oder auch dem Fond „Sexueller Missbrauch“ der Bundesregierung. Sagt eine dieser Stellen zu, ist alles super. Sollte der Antrag abgelehnt werden, kann Widerspruch eingelegt werden oder man versucht, das Geld anderweitig zusammen zu bekommen (z.B. durch eigene Ersparnisse, Spenden, Stiftungen).

Ist die Finanzierung gesichert, beginnt die Suche nach dem passenden Hund. Hierbei hilft der Assistenzhunde-Trainer und steht mit seinem Fachwissen zur Seite.
Ist ein Hund gefunden, beginnt die Ausbildung zum Assistenzhund (ausser man holt sich schon einen fertig ausgebildeten Hund), an deren Ende eine Prüfung steht.

Auch im weiteren Verlauf steht einem der Trainer zur Seite, man kann sich bei Fragen und Problemen an ihn wenden und oft möchte er das Mensch/Hund-Team auch zu gewissen Zeitpunkten noch einmal sehen, um zu prüfen, dass alles gut läuft.

Ein Assistenzhund ist – wie z.B. ein Rollstuhl – ein medizinisches Hilfsmittel und hat somit besondere Rechte. Er darf den Erkrankten überall hin begleiten, auch an Orte, an denen „normale“ Hunde nicht gestattet sind. Zudem darf er auch in Mietwohnungen nicht verboten werden, sein Einzug sollte dem Vermieter allerdings vorher gemeldet werden. Natürlich sollte man auch als Assistenzhunde-Besitzer Rücksicht auf die Nachbarn nehmen und seinen Pflichten als verantwortungsvoller Hundemensch nachkommen – sich selbst, dem Hund und den Mitmenschen zuliebe 😉

 

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