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soziale Phobie, Borderline Persönlichkeitsstörung, Depression, Zwischenmenschliches, Gefühlschaos


Ich sitze jetzt schon eine gefĂĽhlte Ewigkeit vor diesem Blogpost und habe immer noch keine Ahnung, wie ich beginnen soll. Was ich eigentlich schreiben will.

Zu zwischenmenschlichen Beziehungen gibt es so viel zu sagen, aber mir fallen nicht die richtigen Worte ein. Vielleicht, weil ich mich damit echt schwer tue. Menschen kennenzulernen. Kontakte aufzubauen und zu halten.

Das liegt wohl einerseits an der sozialen Phobie, andererseits aber sicher auch an der Depression und dem Borderline.

Kontakte knüpfen fällt mir schwer aufgrund der sozialen Phobie. Ich kann keine Menschen ansprechen, bin super schlecht in Smalltalk und im Beisein anderer Menschen panisch.

Falls ich es doch schaffe, einen Kontakt herzustellen, meistens online, dann fällt es mir schwer diesen zu halten. Oft liegt es an meiner Antriebslosigkeit. Ich schaffe es nicht, regelmässig auf E-Mails oder dergleichen zu antworten, was Leute häufig als Desinteresse verstehen. Was es aber nicht ist. Es ist einfach in einer depressiven Phase schwer, aus dem Loch herauszukommen, den Laptop anzumachen und zu tippen oder sich gar zu treffen.

Wenn ich jemanden mag und häufig mit ihm/ihr kommuniziere, kommt wieder Angst ins Spiel. Angst vor GefĂĽhlen. Angst vor dem Verlassen werden. Ich bin völlig ĂĽberfordert mit emotionalen Dingen. Verstehe nicht, wenn mich jemand mag, ausser man sagt es mir direkt ins Gesicht – und selbst dann zweifle ich daran, da mein Hirn nicht verstehen kann, dass MICH jemand mögen könnte.
Und Gott bewahre, dass ich jemanden mag. Dann sterbe ich innerlich fast vor Angst zurĂĽckgewiesen zu werden. Oder es zu versauen, weil ich so schlecht darin bin, meine GefĂĽhle zu kontrollieren und auszudrĂĽcken.
Und wenn ich schon nicht mit meinen eigenen Gefühlen umgehen kann, wie sollen andere es dann können?
Meine erste Reaktion ist dann RĂĽckzug. Am liebsten möchte ich allen Kontakt abbrechen, wenn ich jemanden mag. Lieber flĂĽchten und unglĂĽcklich darĂĽber sein, als verletzt zu werden…

Ich bin seit 1.000.000 Jahren single. Nicht, weil ich es unbedingt sein möchte, sondern einfach, weil ich mich selbst nicht verstehe und es wahrscheinlich kaum einen Menschen auf der Welt gibt, der einen demisexuellen non-binary Menschen mit mental health issues, verstehen, mögen oder gar lieben kann.

Ich habe eine Freundin – J. Sie ist meine beste Freundin. Der einzige Mensch, der mich versteht und nachvollziehen kann, wie es ist, mit diesen ganzen psychischen Problemen zu leben und jeden Tag auf’s Neue zu kämpfen. Sie weiss, wie es ist, wenn man einfach aufgeben will, weil alles so fucking schwer ist und es oft so aussieht, als wĂĽrde es nie besser werden. Ohne ihre Freundschaft wäre ich schon oft verloren gewesen.

Ich hasse es, ĂĽber GefĂĽhle zu sprechen. Hasse es, einem Menschen zu sagen, dass ich ihn mag. Warum? Es macht verletzlich. Und ich bin sowieso schon so sensibel.

Ich habe keine Ahnung, worauf ich mit diesem Post hinaus will. Ich bin so frustriert, weil ich so schnell ĂĽberfordert bin und das GefĂĽhl habe, niemals Freundschaften oder gar eine Beziehung zu einer lieben Frau fĂĽhren zu können… Forever alone und so.
(Aber bin ich nicht viel mehr, als nur ein Borderliner? Bin ich nicht romantisch und ein Freund fĂĽr’s Leben? Immer da, wenn man mich braucht? Hilfsbereit? Treu?)

Eigentlich wäre ich einfach nur gerne „normal“… Aber was ist schon normal?

(Ich wĂĽrde diesen Post am Liebsten wieder löschen, weil ich das GefĂĽhl habe, ich jammere nur, aber eigentlich wollte ich nicht jammern, sondern nur mal alles loswerden, was so im Kopf ist, also poste ich es doch und hoffe, ihr haltet mich nicht fĂĽr einen im Selbstmitleid versinkenden Jammerlappen…)

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