Ich habe eine ziemlich turbulente Woche hinter mir. Sie war voll von Stimmungsschwankungen und anstrengenden Hürden, hatte jedoch auch ein paar Erfolge zu bieten.

Montag hatte ich eine sehr anstrengende Physiotherapie Sitzung für meinen Fuß. Dieser war danach wieder super geschwollen, was aber laut Aussage meines Physiotherapeuten völlig normal ist.

Am Mittwoch war Therapie bei Frau S. Wir haben uns – mal wieder – mit einem meiner Fressanfälle beschäftigt.

Donnerstag habe ich einen Termin beim Hausarzt trotz großer Nervosität überstanden.

Das Desaster mit S. war wohl das turbulenteste und schmerzhafteste Ereignis der Woche. Ich habe versucht, um sie zu kämpfen, habe ihr Blumen geschickt und ihr gesagt, was sie mir bedeutet, aber es sieht wohl so aus, als wäre das sinnlos. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, ich vermisse sie nicht, aber vielleicht muss ich einfach akzeptieren, dass manche Menschen lieber egoistisch nur an sich denken, anstatt auf jemanden anders Rücksicht zu nehmen und es vorziehen, ihr ganzes Leben allein zu verbringen anstatt sich auf einen Partner einzulassen, der sie aufrichtig und ohne Kompromisse liebt und sie auf Händen tragen würde. Klar, es tut weh, aber ich kann es leider nicht ändern und muss den Wunsch von S. akzeptieren.

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Als Erfolg kann ich vermelden, dass ich in der Schreibwerkstatt zum ersten Mal vor der Gruppe einen meiner Texte vorgelesen habe.
Wir haben in Dreier-Gruppen gearbeitet und eine kreative Assoziations-Übung gemacht in der jeder einen Oberbegriff aufschreiben musste und die anderen der Gruppe dann jeweils 5 Begriffe, die ihnen einfallen. Aus dieser Liste mit Worten sollte ein Text entstehen.

Meine Überbegriff war Klavier und folgende Worte haben sich in meiner Gruppe ergeben: Taste, Stimmung, Bruch, schwarz-weiß, Ton, Musik, Geschirr, Scherben, Notenschlüssel, Pause, Entspannung, Zeit, Ruhe, Mittag, Genuss.

Meinen daraus gebastelten Text möchte ich euch natürlich auch nicht vorenthalten:

Ich sitze am Klavier, berühre mit meinen Händen die Tasten und erzeuge durch ihre Kombination eine beruhigende Stimmung. Plötzlich betrittst du den Raum, es entsteht ein Bruch. Deine Welt ist schwarz-weiß, wie meine Tasten. Der Ton macht die Musik, sage ich zu dir.
Es fliegt Geschirr, Scherben auf dem Boden. Das Bild mit dem Notenschlüssel fällt von der Wand. Plötzlich Pause – du verlässt den Raum.
Entspannung. Zeit und Ruhe für mich. Ich mache erst einmal Mittag. Welch ein Genuss!

Kein besonders langer oder besonderer Text, aber ich habe ihn vorgelesen und wurde von Therapeutin P. prompt gelobt, woraufhin die Gruppe sowie Therapeutin K. eingestimmt haben. Das war mir natürlich mega unangenehm, ich wäre am Liebsten im Erdboden versunken, denn im Mittelpunkt stehen ist so gar nicht mein Ding. Ein bisschen stolz war ich aber auch, immerhin habe ich mir schon lange vorgenommen, mich endlich zu trauen, etwas zu lesen.
Meine Belohnung, die ich mit Frau S. für Vorlesen in der Schreibwerkstatt ausgemacht hatte, ist ein neues Tattoo. Ich freue mich auf kommenden Mittwoch, wo ich ihr von meinem kleinen Erfolg berichten kann 🙂

Ansonsten ging es um das Entwerfen von Charakteren für eine Story, und wir haben mit Story Cubes eine ziemlich abstruse Geschichte erzählt – in der großen Gruppe. Einer fing an, und der nächste machte weiter, bis jeder einmal dran war. Gar nicht so einfach, spontan, anhand von ein paar Bildern auf Würfeln, eine Geschichte weiterzuspinnen, aber Spaß gemacht hat es trotzdem und es wurde viel gelacht.

Alles in allem war der Samstag in der Schreibwerkstatt wie immer sehr anstrengend, aber auch schön.

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Heute ist Sonntag und meine Antriebslosigkeit war mal wieder riesig. Am Liebsten wäre ich nach dem Versorgen der Tiere sofort wieder ins Bett gegangen, habe mich dann aber gezwungen, ein wenig Wäsche zu waschen und aufzuräumen, war sogar noch eine kleine Runde spazieren und schreibe jetzt diesen Blogbeitrag.

Die nächste Woche hält jeden Tag einen Termin für mich bereit: Physio am Dienstag, danach hole ich endlich mein MacBook aus der Reparatur. Therapie  am Mittwoch, Besuch von J. am Donnerstag (FREUUUU!!), Tanztherapie bei Frau E. am Freitag.

Ebenfalls am Freitag fahre ich nach Fulda, denn das Wochenende werde ich auf einer Veranstaltung für Pferdemenschen verbringen mit vielen Vorträgen. Ich freue mich darauf, bin aber auch super nervös, weil es mal wieder eine neue Situation sein wird und dort natürlich auch andere Menschen sein werden. Ich werde berichten…

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Titel dieses Posts: Lyrics von Alter Bridge – Make It Right (Album: ABIII)

Fotos dieses Posts: iPhone SE, fotografiert von mir am 30. April 2017 auf einem kleinen Spaziergang in den Feldern und Wiesen direkt vor meinem Haus